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Wettbewerb mit Hauptpreis 620i (WL) und allen Extras!

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24.08.2007, 15:21 BeitragTitel: Wettbewerb mit Hauptpreis 620i (WL) und allen Extras!
Netzwerkservice



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Wettbewerb um den Gewinn eines 620i (WL) in VOLLAUSSTATTUNG!

Das heisst der Gewinner bekommt das grösste ADSL2+ Modem mit Vollausstattung wie VPN, ISDN-Rückkanal und SIP Multimedia PBX.

Also der Maybach unter den Modems!

Was müsst Ihr dafür tun?

Ist müsst eine Beschreibung eurer Verbessunge der Leitung möglichst genauer Beschreibung und Bebilderung / Skitzen liefern.


Wie kann DU (der User) gewinnen?

Du stellt ein Bild Deiner Schaltung ein und beschreibt diese, dazu gehören folgende Dinge:

- Welche Modemwerte hatte der User vor den Modifikationen?
- Welche Modemwerte hat der User nach den Modifikationen (Stabiltät zählt natürlich auch)?

- Beschreibung der einzelnen Bauteile und wenn z.B. ein Ringkern gewickelt wurde, wo es diesen gibt (vielleicht mit Preisangabe) und wieviele Wicklungen wie gemacht wurden (z.B. einlagig usw).

Vielleicht was einzelene Schritte gebracht haben z.B. Filterung von unseren Spannungsgeräten oder Mittelwellensenderstörungen gedämpft/beseitigt.

Skitzen und ähnliches sind immer willkommen, es ist ein Wettbewerb von User für User. Wir stellen im Zusammenarbeit mit der Thomson Deutschland den Preis und die Plattform zur Verfügung.

Es gewinnt nicht unbedingt die verrücktestete Schaltung, sondern diese welche den Usern später am besten gefallen hat.

Wie gesagt das ganze soll von Usern für User sein!

Einsende/Einstellschluss 30.11. 23:59

Abstimmungsanfang 1.12. -> Ende 31.12. 23:59

Ab dem 1.12. stimmen dann die User ab, welche Beschreibung + Schaltung ihnen am besten gefallen hat und der User mit den meissten Stimmen erhält dann den oben genannten TOP Preis.

Wink Wer das Modem so kaufen will es gibt es ohne die Extras beim Modemshop für 511,90 €. Wink Die Exters kosten in Vollausstattung noch mals den Preis, also ich denke da haben wir uns nicht lumpen lassen.

Posten könnten Ihr hier, für die Abstimmungs mach ich dann ein extra Thread auf.

Gruss

Kaweh Jazayeri

PS: Wie immer der Rechtsweg ist ausgeschlossen und eine Barauszahlung ist nicht möglich.
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24.08.2007, 15:30 BeitragTitel:
extr3m



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Das ist nicht euer ernst? Shocked
Man man!
Was stellt ihr euch unter "Modemleistung verbessern" vor?
Mehr UL/DL geht ja schlecht. Mehr Stromverbrauchen wär nicht Sinnvoll.
Schnellere Signalverarbeitung? In wie Fern?
Wüsste nicht, was man am nem Modem großartig noch "Tunen" sollte?!
Ausser einiger Kleinigkeiten Rolling Eyes
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24.08.2007, 15:40 BeitragTitel:
Netzwerkservice



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siehe:

http://forum.mhilfe.de/viewtopic.php?t=2027

oder

http://forum.mhilfe.de/viewtopic.php?t=3311

Gruss

Kaweh Jazayeri
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24.08.2007, 20:18 BeitragTitel:
Holger_P



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extr3m hat Folgendes geschrieben:
Das ist nicht euer ernst? Shocked
Man man!
Was stellt ihr euch unter "Modemleistung verbessern" vor?
Mehr UL/DL geht ja schlecht. Mehr Stromverbrauchen wär nicht Sinnvoll.
Schnellere Signalverarbeitung? In wie Fern?
Wüsste nicht, was man am nem Modem großartig noch "Tunen" sollte?!
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Doch, wir meinen das ERNST!

Wie Du in Beiträgen der Threads, auf die Netzwerkservice verlinkt, erkennen kannst, gibt es zahlreiche DSL User im Lande, die auf grenzwärtigen Leitungen hocken. Nicht jeder hat das Glück wie ein Verwandter von mir, selbst nach Feierabend im HVT sich die "schönste" Leitung raussuchen zu können. Oft ist es auch gar nicht Leitung ins Haus rein, sondern erst die Leitung im Haus, die das Problem macht.

Kurzum: Es gibt Leute, die mit speziellen Filtern vor/nach dem Splitter die Störungen auf der Leitung minimieren. Manche Leute treiben einen hohen Aufwand und verwenden Bauteile im Wert von knapp 200 Euro, bei anderen reicht ein geringerer Aufwand aus.

Ziel des Wettbewerbs ist, dass die Leute Ihren Bauvorschlag in einer Form präsentieren, die anderen Nutzern mit ähnlichen Problemen einen Nachbau ermöglicht. Es ist ein direkter Vergleich der Bauvorschläge möglich. Die Nutzer entscheiden dann, welcher Vorschlag für sie der Beste ist. Dabei ist jeder Nutzer frei in seiner Entscheidung, aus welchem Grund er einen bestimmten Vorschlag bevorzugt.

Ich finde das einen sehr spannenden Wettbewerb und freue mich, dass es einen derart lukrativen Preis für den Gewinner gibt.


Gruß Holger
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24.08.2007, 21:56 BeitragTitel:
TheChemist



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extr3m hat Folgendes geschrieben:
Das ist nicht euer ernst? Shocked
Man man!
Was stellt ihr euch unter "Modemleistung verbessern" vor?
Mehr UL/DL geht ja schlecht. Mehr Stromverbrauchen wär nicht Sinnvoll.
Schnellere Signalverarbeitung? In wie Fern?
Wüsste nicht, was man am nem Modem großartig noch "Tunen" sollte?!
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Das ist in der Regel nur für User sinnvoll, die keine "fixed-rate" Schaltung der T-Com haben sondern "rate adaptive" bei alternativen ISP (mit eigener Infrastruktur) geschaltet sind.

In solchen Fällen mit grenzwertigen Schaltungen bringen hochpermeable Ringkerne mit resultierenden Induktivitäten der stromkompensierten Doppeldrossel von einigen hundert mH (bei mir in Summe ca. 1,5 H) manchmal eine gewaltige Verbesserung. Ohne Ringkerne ließe sich meine TAL wegen der mitunter sehr massiven Störungen zeitweise überhaupt nicht betreiben.

So eine Doppeldrossel funktioniert für die Störungsignalunterdrückung, weil das eigentliche ADSL-Signal im Gegentakt anliegt, viele Störungen dagegen primär als Gleichtaktsignal auf der Leitung liegen. Das Gegentaktsignal geht ungedämpft durch die stromkompensierte Doppeldrossel, während die Gleichtaktstörung sehr stark gedämpft wird.
Um aber keine falschen Hoffnungen zu wecken:
Es gibt auf den meisten Leitungen auch Gegentaktstörungen, und die bekommt man auch mit einer Doppeldrossel nicht weg!

Da mache ich mit der Teilnahme am Wettbewerb doch gleich mal den Anfang:

So sieht mein Aufbau mit mehreren Doppeldrosseln aus:



Eines vorweg: die Spinne gehört nicht zur Schaltung, genießt aber in dem Kellerraum Asyl Very Happy
Die erste Doppeldrossel (im Bild ganz oben) ist zwischen 1. TAE und Splitter in die Leitung geschaltet. Die anderen drei (Kombination verschiedener Werte ist besser als eine einzige große Drossel) sind in Reihe zwischen Splitterausgang und Modem geschaltet.

Zum besseren Verständnis anbei noch eine Prinzip-Schaltskizze:




Der Effekt der Schaltung läßt sich sehr anschaulich zeigen.
Ohne die Doppeldrosseln bekomme ich gerade mal diese "Leitungsqualität" hin (es gibt natürlich auch ungestörte Phasen, aber wichtig ist mir, die Intensität der Störungen mal zu zeigen):



Nach einigen Wochen sah die Leitung noch schlechter aus (es wurde nicht einmal mehr die von Versatel auf 6 Mbit/s gedrosselte Bandbreite erreicht):



Das original-Versatel-Modem (Sphairon AR860 v1.0) kann im Gegensatz zum Speedtouch 516iv6 an der Leitung ohne Filter/Drossel überhaupt nicht mehr synchronisieren. Versatel (mein ISP) weigerte sich aber dennoch zu entstören (=> Telefonat mit Störungs-"Hotline", leicht gekürzt: "Schließen Sie erst das Versatel-Modem an Stelle Ihres Speedtouch-Modems an und lassen Sie es angeschlossen, bis die Störung behoben ist!" Ich: "Das werde ich nicht tun, denn dann habe ich überhaupt keine Internet-Verbindung mehr!" Hotline: "Dann werde ich Ihre Störung nicht aufnehmen, auf Wiedersehen!") , also war Selbsthilfe angesagt!

Mit "kleinen" Doppeldrosseln (zusammen ca. 400 mH) sieht alles schon viel besser aus, nämlich so:


Das Spektrum sieht schon deutlich besser aus, aber man beachte die Fehlersekunden: In 24 Stunden 41.817 Fehlersekunden ist noch nicht richtig gut. Entsprechend oft wurde auch noch die Synchronisation verloren (ca. alle 2 bis 3 Tage). Auch die etwas niedrigere Tonträgerbelegung zu Beginn des DL-Bandes ist nicht wirklich gut und deutet auf die relativ starke gegenseitige Störung von UL- und DL-Band bei dieser Leitung hin.


Mit der "Mammut-Drossel" (Nanoperm M-052) und insgesamt über 1,5 H Induktivität sieht die gleiche Leitung nochmals viel besser aus. Hier ein Screenshot:



Nach 12 Tagen steht der Sync immer noch (trotz nach wie vor grenzwertig niedrigem SNR, an dem man auch wenig ändern kann). Die Fehlersekunden sind auf unter 1.000 in 24 Stunden gesunken. Derzeit verliert die Leitung nur noch bei starken Gewittern die Synchronisation.

Der DSLAM hat übrigens zwischenzeitlich ein paar mal eine neue Firmware bekommen, was aber an der Leitungscharakteristik und bei den Störungen jeweils keine Veränderung brachte.

Zum Selbstbau der Drosseln:

Man braucht dafür lediglich die richtigen, hochpermeablen Ringkerne (ganz wichtig, sonst bringt das alles nichts!). Leider sind diese ziemlich teuer, den Nanoperm-Ringbandkern M-052 bekommt man bei Magnetec als Muster für 35,70 € inkl. Versandkosten. Dieser Ringkern hat neben der hohen Permeabilität auch noch den Vorteil eines großen Durchmessers (80,0x60,0x17,0mm), dadurch gehen mehr Windungen in jeweils einer Lage auf den Kern (zu viele Lagen bewirken eine zu hohe Streuinduktivität, die dann auch das DSL-Signal dämpft/schwächt)! Kleinere Kerne sind natürlich deutlich billiger...
Alles andere ist aber recht preiswert: Lediglich eine dünne Doppellitze (2 x 0,14 mm) wird benötigt, die man Windung an Windung 1- bis 3-lagig auf den Kern wickelt. Für meine Drossel mit gemessenen 1,086 H habe ich übrigens ca. 2,5 Wicklungslagen gebraucht. An die jeweiligen Enden der Doppellitze muss man zum Schluss nur noch die passenden Stecker anbringen (am besten von einem fertig konfektionierten Kabel die Endstücke mit den Steckern abschneiden und anlöten), fertig ist die Doppeldrossel.

Schön ist natürlich, wenn man die Induktivität und die Streuinduktivität zur Qualitätskontrolle messen kann. Ideal sind - auch bei den ganz hohen Induktivitäten - Streuinduktivitäten unter 10 µH, was bei meinen Drosseln der Fall war.

Viel Spaß beim Nachbau!

PS: Noch ein Wort zu den Netzfiltern: Diese sind eine reine Vorsichtsmaßnahme. Die Störungen stammen in meinem Fall definitiv nicht aus dem Stromnetz, so dass ich auf die Beschreibung von deren Aufbau hier verzichten möchte. Darüber hinaus ist der primärseitige Netzfilter mit 230 V~ beaufschlagt und ich möchte keine Laien zum Nachbau des Filters animieren! Ähnliches gilt für die bei mir vorhandene Erdung der Leitungsschirme: Auch hier ist der Effekt minimal (aber gerade eben noch messbar). Eine Empfehlung will ich dazu ebenfalls nicht aussprechen, da man auch hier sehr leicht mehr falsch als richtig machen könnte ...

Ach ja: Die USV (nicht sichtbar, aber auf dem Foto erwähnt) ist nur wegen der hier auf dem Land sehr häufigen Stromausfälle vor das Modem geschaltet (=> Westmünsterland ...!)
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Nach Störungsmeldung durch Versatel-Technik gedrosselt, aber nicht entstört:
http://www.thora-comp.de/Foren/Film_Stoerung.gif (animiertes GIF mit DMT-Screenshots im Minutenabstand, ohne Doppeldrosseln!)


Zuletzt bearbeitet von TheChemist am 29.08.2007, 22:03, insgesamt einmal bearbeitet
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29.08.2007, 17:52 BeitragTitel:
Mike500



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Ich werde mich sicher auch noch hier eintragen, aber ich bin noch in der Testphase... Smile
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29.08.2007, 20:20 BeitragTitel:
Holger_P



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@Chemist

Du könntest Deinen Beitrag um einen kleinen Schaltplan/Schaltskizze ergänzen, damit klar, wie die drei Drosseln zueinander geschaltet sind und sich die Drosseln im Signalweg befinden. Interessant ist ja die Frage vor oder hinter dem Splitter.


Gruß Holger
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29.08.2007, 20:29 BeitragTitel:
TheChemist



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Holger_P hat Folgendes geschrieben:
@Chemist

Du könntest Deinen Beitrag um einen kleinen Schaltplan/Schaltskizze ergänzen, damit klar, wie die drei Drosseln zueinander geschaltet sind und sich die Drosseln im Signalweg befinden. Interessant ist ja die Frage vor oder hinter dem Splitter.


Gruß Holger


Kann ich gerne bei Gelegenheit machen und den Beitrag entsprechend nacheditieren. Wer aufmerksam liest findet aber jetzt schon alles was er dazu wissen muss in der Beschreibung.

[edit]Done![/edit]
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20.09.2007, 00:37 BeitragTitel:
Mike500



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So, dann will ich mal meinen Beitrag machen. Ich hole mal weit aus und versuche, alle Maßnahmen zur Leitungsverbesserung aufzuzeigen, die ich ausprobiert habe. Das hilft vielleicht dem Einen oder Anderen bei seinen Tests. Ich hoffe, ich habe alles bedacht, aber falls jemand noch Fragen hat, immer her damit. Ok, dann geht es mal los...


* Die Ausgangssituation - April 2007




Meine Telefonleitung ist 1,67 km lang, dünne Ader. Ich bekam bei T-Com nur 3 Mbit und wollte zu Strato/Freenet wechseln, da es ein hier verfügbarer Anbieter ist, der "adaptive rate" schaltet, also das Maximum der Leitung rausholen kann ohne "Schaltungsregime" der T-Com. Man sagt mir auf einem Forum, dass ich über 10 MBit erwarten kann.

Ein erster Versuch zur Leitungsverbesserung: Siemens-Splitter ausprobiert, der die Fritz!Box-Prognose für die Leitungskapazität >8100 kBit/s angehoben hat. Senderichtung blieb allerdings gleich, an der Spektrum-Grafik hat sich auch nicht so viel getan. Selbst das Kabel von Dose zu Splitter machte was aus; zu Kabeln später mehr.




* ADSL2+ Schaltung - Juni 2007





Die Begeisterung war erstmal groß. 11 MBit mehr als bei der Telekom, am Centillium-DSLAM mit Fritz!Box 7170 (FB). Die Rate konnte ich etwas verbessern, indem ich das 6m ungeschirmte CAT5-Kabel (UTP) gegen 10m CAT5e-Kabel (SFTP) austauschte (die FB ist in einem anderen Zimmer als die Dose). Ich denke, die Verbesserung kam daher, dass noch andere Kabel wie TV und Telefon im Kabelkanal liegen, und das geschirmte Kabel da besser gegen Einstrahlung gefeit ist. Verschiedene Kabel haben einen Einfluss bei der Bitbelegung im Spektrum (mit dem dünnen FB-Originalkabel werden andere Frequenzen bevorzugt).

Was entgegen meiner Erwartungen kaum etwas brachte, ist die Verringerung der Übergangswiderstände. Egal, ob:

Dose -> Kabel -> Splitter -> 10m Kabel -> Box oder
Anschlusskabel ohne Dose -> selbstgemachter Adapter + 10m Kabel -> Box oder
Anschlusskabel ohne Dose -> Splitter -> 10m Kabel -> Box,

es gab wenig Unterschied beim Syncen und beim Spektrum.

Ich entscheide mich für die letzte Variante und gehe mit dem Telefonkabel sofort in den Splitter, dann per 10m Kabel zur Fritz!Box.


Erste Ernüchterung in den Abendstunden: Wenn es dunkel wird, nimmt die Leitungsqualität rapide ab. So um die 1500 kHz im Spektrum gibt es dann hässliche Einbrüche. Oft bricht in der Nacht mindestens 1x der Sync ab (Eintrag Log: "DSL antwortet nicht"). Dies ist bei Strato doppelt ärgerlich, da das Telefon auch über DSL läuft und dann jedes Mal das Telefonat unterbrochen wird. Forward Error Correction und Cyclic Redundancy Check Fehler gibt es auch zu Hauf.

Ein Test mit einem vorhandenen Speedtouch 516iv6 (umgebaut auf RJ45-Anschluss) ...



... bringt folgendes zu Tage:



Vorerst keinen Sync-Abbruch an dem Abend. Ich breche den Test dann allerdings ab, weil ich der Sache auf den Grund gehen will und die Fritz!Box (FB) stabil betreiben will.

Die Leitung stellt sich zu dem Zeitpunkt so dar:

Tagsüber:



Bei Dunkelheit:






* Recherche und erste Tests mit Doppeldrosseln - Ende Juni/Anfang Juli 2007

Ich werde auf dem Modemhilfe-Forum auf den Thread Verbesserung bei grenzwertiger Leitung und Störungen möglich aufmerksam, wo es um schlechte DSL-Leitungen geht und wie man dagegen angehen kann. Ich verschlinge den Thread an einem Abend und weiß nun, dass eine sog. Doppeldrossel helfen sollte, diese abendlichen Leitungsprobleme einzudämpfen. Es handelt sich höchstwahrscheinlich um Mittelwelle-Störungen, die in das Telefonkabel einstrahlen. Ich staune über die laborartigen Aufbauten mit mehreren riesigen Ringkernen, die manche bei sich zu Hause haben, z.B. die User Grenzwert und TheChemist und andere, die mir auch weiterhelfen und viel Schlaues posten.

Ich mache einen ersten Test mit vorhandenen Allerwelts-Ringkernen, die ich mit 0,75er Lautsprecherkabel bewickle:



Ich ging davon aus, dass es nicht viel bringt, aber der Effekt war nicht von der Hand zu weisen. Ich testete Abends.

Ohne:


Mit (max. 5 Minuten später):



Dieser Test stimmte mich schonmal hoffnungsvoll. Mit einem sog. hochpermeablen Ringkern aus dem Profi-Lager sollte noch mehr gehen. Leider war es so, dass die Resyncs auf höherem Niveau weitergingen. Soll heißen, die FB syncte durchgängig höher als zuvor, aber ich wurde Abends auch manchmal wieder rausgeschmissen.

Die Vermutung, dass auch Störungen über das FB-Netzteil reinkamen, konnte ich mit einem NEF 97-Netzfilter von EMV sowie einer Doppeldrossel vor der FB auf der Stromleitung ausräumen; maximal 50 KBit mehr, Abends keine Besserung. Ein kräftigeres Schaltnetzteil (so eins für externe Festplatten) brachte auch nichts außer Ärger (dazu vielleicht andermal mehr). Die zwei verschiedenen Splitter machen unter ADSL2+ auch keinen Unterschied mehr.

Ende Juli tausche ich das Lautsprecherkabel gegen 0.14mm²-Doppellitze aus, um mehr Windungen auf die Kerne zu bekommen:



Der erhoffte Effekt bleibt aus. Die Standard-Ferritkerne sind anscheinend am Wirkungslimit angelangt. Ich starte eine Sammelbestellung für Highend-Ringkerne.




* Highend-Ringkerne - Ende Juli 2007 bis heute



Die hochpermeablen Vitroperm-Ringkerne von VAC sind da. Es zeigte sich eine weitere Verbesserung, die Störungen wurden effektiver unterdrückt. Allerdings (und das sollte auch bei allen weiteren Versuchen so bleiben) hat die FB Abends immer noch regelmäßig einen Syncverlust. Das integrierte Modem synct anscheinend zu aggressiv, ohne genug Spielraum - sprich höhere Signal/Rauschtoleranz - zu lassen. Firmware-Updates bringen keine Besserung. Ich beuge mich den Tatsachen und setze das Speedtouch als Bridge vor die FB. (Meine Leitungsqualität nimmt übrigens insgesamt immer mehr ab. Ich vermute, dass in der Nachbarschaft neu geschaltete DSL-Anschlüsse der Auslöser sind, die sich im Kabelbaum negativ auf meine Leitung auswirken.)

Nebenher bestelle ich einen großen Ringkern für 36 Euro von Magnetec, auf den sehr viele Windungen der Zwillingslitze gehen. Inzwischen sind Kosten in den Hintergrund gerückt (obwohl Student); der Forscherdrang hat mich im Griff. Ich probierte verschiedene Kombinationen von Doppeldrosseln aus, habe leider nicht von allen ein Foto gemacht. Beispiele:

Magnetec-Ringkern mit zwei Standard-Ferritkernen, alles einlagig bewickelt:



Versuch: Mehrlagiges Wickeln. Dies ist noch die alte Wickelmethode, bei der ich direkt Windung über Windung aufgebracht habe. Das Wickeln mache ich mit Schiffchen aus Pappe, das spart Zeit. Wickeln dauert nämlich lange, zu lange. Daneben liegen drei Vitroperm-Kerne, von den Eigenschaften her vergleichbar, nur kleiner.



Zweilagig bewickelt nach neuer Methode, Magnetec- und Vitroperm-Kern, wegen möglichst breitbandiger Wirkung:



Auch andere Kombinationen waren auf dem Programm, wie auch verschieden dicke Kabel. Bei meiner Art von Störung ist es anscheinend so, dass eine breitbandigere Wirkung durch mehrere Doppeldrosseln hintereinander keinen entscheidenden Vorteil mehr ergibt. Daher bin ich bei diesem Endergebnis angelangt: Der große Ringkern, ca. 2,5-lagig bewickelt. Warum? Ich hatte ihn halt schon hier, ein Vitroperm hätte es mit dem Speedtouch auch getan.




Nochmal die Wirkung anhand des FB-Spektrums:

Vorher



Nachher



Speedtouch






* Schlussfolgerungen

* Bei abendlichen Störungen auf der DSL/Telefonleitung helfen eine oder mehrere Doppeldrosseln, das ist Fakt. Selbst billige Ringkerne haben eine positive Wirkung. Die Wirkung kann durch Highend-Ringkerne, die mit dünner Doppellitze bewickelt werden, nochmals verbessert werden. Geeignete "hochpermeable" nanokristalline Ringkerne gibt es von VAC (Vitroperm) und Magnetec (Nanoperm).

* Die günstigste Methode für mehrlagiges Wickeln besteht anscheinend darin, einfach immer in der selben Richtung "im Kreis" weiter rumzuwickeln. Also erst einlagig einmal rum, dann über den Wickelanfang drüber die zweite Lage anfangen. Aufgepasst, bei zu vielen Windungen handelt man sich dann andere Probleme ein. Da hilft nur ausprobieren. Ist wohl je nach Kern und Stärke der Störung unterschiedlich.

* Eine oder mehrere Ringkerne? Es hängt wohl von der konkreten Störung ab. Die Wirkung ist mit mehreren unterschiedlichen Kernen (oder identischen, aber mit unterschiedlicher Windungszahl) theoretisch breitbandiger. Bei mir brachte das zwar nicht viel, weshalb ich den simplen Aufbau mit einer Doppeldrossel benutze. Bei anderen Leuten scheint sich das aber positiv ausgewirkt zu haben.

* Übergangswiderstände in der Verkabelung haben kaum Einfluss, wohl aber die Kabel selber! Es hilft nur Ausprobieren.

* Das Modem ist ein entscheidender Faktor. Die Fritz!Box 7170 lässt nicht genug Raum für abendliche Störungen. Das Speedtouch-Modem hält den Sync stabil.


Und hier der "Schaltplan":




Ist doch ziemlich einfach, oder? Also, macht euch ans Ausprobieren! :)


Zuletzt bearbeitet von Mike500 am 05.10.2007, 11:10, insgesamt 6-mal bearbeitet
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20.09.2007, 09:54 BeitragTitel:
hirsch



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Hallo habe eine Frage dazu

hast Du mal die CPE direkt an den Splitter angeschlossen, also ohne die 10m Kabel dazwischen?
Was passiert dann?

Danke
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20.09.2007, 11:48 BeitragTitel:
Mike500



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hirsch hat Folgendes geschrieben:
hast Du mal die CPE direkt an den Splitter angeschlossen, also ohne die 10m Kabel dazwischen?
Was passiert dann?


Ja, ich hatte die Fritz!Box mal kurz mit dem Originalkabel laufen (4,25 Meter, recht dünn, direkt an die Dose, ohne Splitter). Die Bitbelegung hat sich ziemlich geändert, hin zu den hohen Frequenzen. Der Sync war 200 KBit niedriger, warum auch immer.

Den Splitter benutze ich auch nur, um einen RJ45-Anschluss für das Kabel zu haben. Bei meiner Art von Anschluss wäre er eigentlich unnötig. Er macht aber IMO keinen wirklichen Unterschied in der Signalqualität. Die beiden verschiedenen Splitter, die ich ausprobiert habe, nehmen sich unter ADSL2+ auch nichts mehr. Unter ADSL hatte einer leichte Vorteile.
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20.09.2007, 12:48 BeitragTitel:
hirsch



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Beiträge: 135

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Jo Mike

ich hab nur wegen diesem Fred gefragt:
http://speedtouchforum.de/viewtopic.php?t=2129

Das ist nicht nur bei mir zuhause so, sondern auch in der Firma, wo wir verschiedene (=Bandbreite) Testltg fahren, soll heissen, das Ganze war reproduzierbar.

Servus
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20.09.2007, 13:01 BeitragTitel:
Mike500



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hirsch hat Folgendes geschrieben:
ich hab nur wegen diesem Fred gefragt:
http://speedtouchforum.de/viewtopic.php?t=2129


Dann werde ich auch mal da antworten, dann halten wir diesen Thread etwas übersichtlicher. Smile
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01.10.2007, 22:26 BeitragTitel:
TheChemist



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Beiträge: 58

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Als Nachtrag zu meinem obigen Posting kann ich noch etwas zur Langzeiterfahrung mit den Doppeldrosseln von zusammen 1,5 H berichten:

  • Es wird stets mit voller Bandbreite (6.908/634 kbit/s) gesynct, der DL-SNR liegt normalerweise zwischen 2,0 und 2,5 dB
  • Der Sync bleibt durchschnittlich 14 Tage ohne Unterbrechung stehen, ehe ein Resync erfolgt
  • Gelegentlich (ca. 3 von 14 Tagen) ist die Leitung viel schlechter als normal: statt unter 1.000 Fehlersekunden pro Tag werden dann ca. 15.000 Fehlersekunden pro Tag registriert. Probleme gibt es aber auch in diesen Phasen keine.

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04.10.2007, 17:05 BeitragTitel:
raid



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Hallo alle zusammen,

jetzt möchte ich euch auch meine Erfahrungen mit den Speedtouchgeräten und den Optimierungen meiner DSL-Leitung kund tun. Ich möchte anmerken, dass ich eine Leitungsdämpfung von 45,5 dB habe, daher habe ich eine sehr grenzwertige Leitung, so dass meine Leitung viel Tuning-Potential hat.

Ich beschreibe chronologisch, was ich gemacht habe, die ganz Eiligen können auch gleich zur Zusammenfassung scrollen.



Okt 2005

Alles beginnt mit der Umstellung von der Telekom auf Versatel im Okt 2005. Eigentlich nur wegen des Preises von damals über 100 € monatlich bei der Telekom auf unter 50 € bei Versatel.



Die Umstellung verläuft gut, doch an stabiles Surfen ist nicht zu denken, die Fritz!Box kappt die Verbindung 15 mal täglich und mehr. Also rufe ich - noch völlig ahnungslos von DSL-Technik - bei Versatel an, was daraufhin auf eine Drosselung auf DSL 1000 raus läuft.



Dies passt mir gar nicht und ich lese mich in die DSL-Materie ein, um zur Erkenntnis zu kommen: Die Fritz!Box ist ein denkbar schlechtes Modem! Um mehr wie 1000 zu bekommen muss ein neues Modem her. Nach Ausprobieren der verschiedensten Modems und Splitter erweist sich das Cellpipe (auch Speed Modem 50/100 genannt) zusammen mit dem Delta-Splitter als beste Kombination. Die Hausverkabelung habe ich ebenfalls optimiert. Es wird eine TAE-Dose neben dem APL (Endpunkt der Telekom-Leitung) gesetzt und meine Hardware wandert zu diesem in den Keller.



Dez 2005

Der Signal-Rauschabstand ist bei 18 dB mit DSL 1000, also genug um das Vorhaben DSL 2000 zu starten. Versatel erweist sich als hartnäckiger wie gedacht, aber nach 2 Monaten ist es dann geschafft und ich erhalte DSL 2000/265.





Dez 2006

Ich bin mit dem Cellpipe hoch zufrieden, doch die Leitung verschlechtert sich. Die Resyncs häufen sich auf 1-2 pro Tag. Das wirklich Beunruhigende: Es kommt immer wieder zu ungünstigen Resyncs, wo dann auf einmal das Modem gut 250 Fehler in 15 Min verursacht, so dass ich immer wieder nachsyncen muss, um auf ca. 15 - 40 Fehlersekunden zu kommen.

Also entscheide ich mich, eines der hoch gelobten Speedtouch-Modems zu besorgen. Ich war im Vorfeld recht skeptisch, da ich schon recht viele Modems durchprobiert hatte und das Cellpipe bis jetzt mit Abstand das Beste war. Wie schon gesagt bis jetzt, das SpeedTouch 546i hat mich gleich überzeugt, 2-3 dB SNRM mehr und das in der Grundkonfiguration im Vergleich zum in mühevoller Kleinarbeit optimierten Cellpipe Shocked . Da dachte ich schon mal WOW, also gleich mal die empfohlenen Firmware 5.4.0.14.0 drauf, was dann auch noch mal ca. 1 dB SNRM Gewinn gebracht hat.

Jetzt sehe ich auch endlich das Frequenzspektrum und sehe zwei Gaps bei 664kHz-673kHz (Tone154-Tone155) und 755kHz-763kHz (Tone175-Tone176). Es sind zwei Mittelwellensender, die für die Störung meiner Leitung verantwortlich sind, 666khz Bodenseesender Rohrdorf der von 5 - 23 Uhr (Sa, So ab 7 Uhr) sendet sowie Deutschlandfunk in Ravensburg (756khz).





Juli 2007

Leider habe ich erneut ein unbefriedigendes Bild, vermutlich meinten ein paar Nachbarn, DSL haben zu müssen und stören jetzt noch mehr meine Leitung. Der Signal-Rauschabstand ist inzwischen von 11 dB auf 7,5 dB runter und die Fehlersekunden nehmen stetig zu. Außerdem nehmen die Resyncs zu.



Für mich steht fest, dass etwas getan werden muss. Das Siemens SL2-141 wird hochgelobt, hat den gleichen Chipsatz wie das Speedtouch und soll stabiler sein. WLAN brauche ich nicht, also suche ich mir ein identisches Siemens ohne WLAN. Die Ergebnisse sehen schon besser aus, stellen mich aber noch nicht zufrieden.



Aug 2007

Die erste TAE-Dose fliegt raus, ich baue mir ein Installations- Brett an die Wand und verbinde den APL direkt mit dem Splitter über CAT6-Netzwerkkabel. Unter der Alu-Folie habe ich das Modem installiert, die Folie soll die Mittelwellenstrahlen abschirmen, leider ohne Erfolg.



Die Optimierungen brachten keine wesentliche Verbesserung, also muss Plan B her. D O P P E L D R O S S E L, das scheint die neue Wunderwaffe gegen Störungen zu sein, also nix wie los und einlesen. Doppeldrosseln filtern Gleichtaktstörungen aus dem DSL-Signal, genaueres unter http://wiki.mhilfe.de/index.php?title=Doppeldrossel und http://de.wikipedia.org/wiki/Gleichtaktst%C3%B6rung . Ich bestelle 10mh Minidrosseln von Pollin (Preis 0,10 €, Best.Nr. 250 093) und löte 5 Stück in Reihe.



Das Ergebnis war leider ernüchternd, während die Drosseln das Siemens Modem überhaupt nicht beeinflussen, sind die Werte beim Speedtouch mit Drosseln schlechter wie ohne. Inzwischen weiß ich, dass mehr wie 2 Drosseln dieser Serie mehr Störungen wie Nutzen verursachen. Ich lasse das Siemens-Modem an der Leitung.

Als aktives mhilfe.de Forumsmitglied werde ich auf den Thread http://forum.mhilfe.de/viewtopic.php?t=3278 aufmerksam. Ich entschließe mich, diesen Ringkern http://www.vacuumschmelze.de/dynamic/docroot/medialib/documents/pdf/kbproduktblaetter/2040-W422.pdf mit zu bestellen und mir die Doppeldrossel selber zu wickeln (Kosten 13,50 €).



Man umwickelt den Kern einmal voll mit einer Doppellitze. Es ist wichtig, dass es eine Doppellitze ist, denn zwei einzelne Kabel würden mehr stören wie gut sein. Bei der Doppellitze sollten die Adern möglichst nahe nebeneinander liegen und keinen zu dicken Durchmesser haben. Sehr gut ist eine 0,14 mm² Doppellitze geeignet, es werden ca. 5 m pro Lage von dieser benötigt. Ich hab den Kern zuerst einlagig bewickelt. Der Signal-Rausch-Abstand ist im Downstream minimal besser, im Upstream um 1 dB. Also habe ich die 2. Lage drauf gewickelt. Dies hat sich eher negativ ausgewirkt. Der Signal-Rausch-Abstand ging um ca. 1 dB im Downstream runter. Also wieder abgewickeln, bis nur noch eine Lage drauf war, und dann hatte ich wieder 1 dB mehr. Somit ist eine Lage bei mir ideal. Im Downstream ergibt sich somit eine Verbesserung von ca. 0,5 dB und im Upstream ein ganzes dB. Was aber wirklich positiv ist, die Fehlersekunden sind weniger, die Hälfte von den übliche Werten (3000-8000 am Tag). Am Splitter sind Klemmen, an denen man das Kabel der Drossel befestigen kann. Für die Modemseite muss ein RJ11 Stecker montiert werden. Dafür benötigt man die Stecker (bei Pollin 0,06€ Best. Nr. 540 036) und eine Crimpzange (4,95€ Best.Nr. 500 036).

Vor das Modem habe ich einen Netzfilter geschaltet, um Störungen über das Stromnetz von dem Modem fern zu halten.



Sep 2007

Ich bin inzwischen Siemens-Modemnutzer, die Fehlersekunden pendeln sich zwischen 3000-4000 ein und der Signal-Rausch-Abstand liegt bei 9,5 dB im Downstream.

Erstaunlicherweise erweist sich die Montage an der Wand direkt neben dem Splitter und kurzem Kabel direkt zur Doppeldrossel als nicht ganz optimal. Mit 2 m Kabel (egal ob Netzwerkkabel oder Doppellitze) vom Splitter zum Drossel und anschließend wenige cm zum Modem, was jetzt waagerecht positioniert ist, verbessert sich der Signal-Rauschabstand im Downstream auf 10 dB und die Fehlersekunden reduzieren sich auf ca. 2500 pro Tag. Ich kann nicht erklären, warum die auf den ersten Blick eigentlich unpassendere Lage des Modems bessere Werte liefert, aber ich habe mehrmals getestet und bei mir ist die neue Position eindeutig besser, egal ob Speedtouch oder Siemens-Modem.





Ich habe das Kabel möglichst grade verlegt, der Knick auf dem unteren Bild kostete mich 0,5 dB Signal-Rausch-Abstand.



Aber eigentlich vermisse ich mein heiß geliebtes Speedtouch, also schließe ich es erneut an. Mit Firmware 5.4.0.14.0 leider schlechter wie das Siemens. 9 dB SNRM im Downstream (Siemens 10 dB) und 8 dB SNRM im Upstream (Siemens 9 dB). Die Fehlersekunden treten leicht geringer auf, aber deutlich über 1000.

Nun beschließe ich, die Firmware 6.2.29.2.0 zu probieren. Ich bin begeistert, mit der Firmware wird das Siemens-Modem geschlagen. Der Downstream pendelt sich bei 10,5 dB ein und im Upstream bei 9 dB Signal-Rausch-Abstand. Das wirklich überraschende, die Fehlersekunden liegen bei 10-50 Stück Pro Tag (zuvor über 1000), somit ein sehr guter Wert. Bedauerlicherweise kann man über diese neue Firmware das Modem nicht mehr an seine Leitung anpassen. Ich hoffe, diese Funktionen werden bei den zukünftigen Firmware-Versionen wieder freigeschalten.





Zusammenfassung

3 wesentliche Faktoren sind für eine Optimierung der DSL-Leitung notwenig:


1. gutes Modem

Ich kann das Speedtouch 546i sehr empfehlen. Das Speedtouch 516i, 536i und 585i unterscheidet sich nur von der Ausstattung. Zu beachten ist, dass man sich die 6. Version (v6) ordert, denn nur für diese wird die Firmware weiterentwickelt. Modelle der Version v5 haben bereits eine kleine Doppeldrossel integriert, dafür wurde die Firmware-Entwicklung für diese Modelle eingestellt.


2. Doppeldrossel

Es Empfiehlt sich dieser Ringkern http://www.vacuumschmelze.de/dynamic/docroot/medialib/documents/pdf/kbproduktblaetter/2040-W422.pdf um eine Doppeldrossel zu wickeln. Dafür wird 0,14 mm² Doppellitze spiralförmig einmal um den Kern gewickelt, man benötigt ca. 5 m Kabel.



3. Optimierte Hausverkabelung

Die Hausverkabelung stellt oft einer hohen Datenrate im Wege. Minderwertige ungeschirmte Kabel, quer durch das Haus können das DSL-Signal massiv stören. Nach Möglichkeit sollte die Hausverkabelung so kurz wie möglich gehalten werden. Im Idealfall verbindet man den APL direkt mit dem Splitter, bei den meisten Splittern sind Steckklemmen hierfür vorgesehen. Das Kabel vom Splitter zur Doppeldrossel und anschließend zum Modem möglichst kurz halten. Deshalb sollten alle Geräte in der Nähe der APL installiert werden. Man muss aber darauf achten, dass Modem von keinen anderen Elektrogeräten gestört wird. Vom Modem zum PC sollte man geschirmtes Netzwerkkabel verwenden (CAT5 oder höher), dies ist resistent gegen störende Einwirkungen und kann ruhig 10 m oder länger sein. Oft kommen Störungen nicht nur über die DSL-Leitung, sondern auch über das Stromnetz in das Modem. Deshalb schadet es nicht, einen Netzfilter vorzuschalten.





Fazit

Über die Optimierung der Hausverkabelung, die Doppeldrossel und der neuen Firmware konnte ich mein Signal-Rauschabstand um 3 dB im Downstream und 1 dB im Upstream verbessern. Die Fehlersekunden verringerten sich um den Faktor 100 von ursprünglich 3000-4000 auf 10-50.





Damit will ich zeigen, dass man auch ohne extremen Aufwand ein sehr gutes Ergebnis erreicht, die Drossel hat mich gerade mal 13,50 € gekostet. Vielleicht habt ihr Glück und es gibt weitere Ringkerne zu kaufen http://forum.mhilfe.de/viewtopic.php?t=3278, das passende Kabel (0,14 mm² Doppellitze) bekommt ihr beim Modellbau, Elektrogeschäft oder Elektroversandhandel. Netzfilter, die in der Steckdosenleiste integriert sind, bekommt man bei jedem größeren Baumarkt oder Elektrohandel. Und für die Optimierung der Hausverkabelung werden Netzwerkkabel, ein Messer und eine Abisolierzange benötigt.


Nun wünsche ich viel Spaß beim Optimieren und hoffe, das ich helfen konnte.


Schöne Grüße

Stefan
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